Projekterfolg in England: Leeds verwertet nicht recyclebare Abfälle mit Technologie von Hitachi Zosen Inova

Die englische Industriestadt rüstet im Bereich des nachhaltigen Abfallmanagements auf.

enfinium Skelton Grange Limited baut im englischen County West Yorkshire eine Energy-from-Waste-Anlage für die jährliche Verwertung von 410‘000 Tonnen Reststoffen (nach Recycling). Im Prozess werden bis zu 49 MW (brutto) elektrische Energie erzeugt, die als Grundlast-Energie zur Stromversorgung von mehr als 100‘000 englischen Haushalten beiträgt.

Leeds, Grossbritannien. Hitachi Zosen Inova (HZI) hat den Auftrag zum Bau einer neuen Energy-from-Waste-Anlage (EfW) im Süden der englischen Stadt Leeds erhalten. Auftraggeber ist enfinium Skelton Grange Limited, vormals Wheelabrator U.K. (WTI) und Multifuel Energy Limited (MEL). Ab 2025 werden jährlich rund 410’000 Tonnen nicht recyclebare Siedlungs- und Gewerbeabfälle aus Yorkshire und angrenzenden Regionen verarbeitet. Im Prozess wird bis zu 49 MW (brutto) Elektrizität generiert, die als teilweise erneuerbare Energie ins nationale Netz eingespeist wird – genug um den Strombedarf von mehr als 100’000 Haushalten zu decken. „Das Bestreben Grossbritanniens nach einer nachhaltigen Abfallwirtschaft beinhaltet klare Recyclingziele sowie die Sicherstellung, dass nicht verwertbare Abfälle nicht auf Deponien landen, sondern so verwertet werden, dass Energie und wertvolle Materialien im Prozess zurückgewonnen werden und insgesamt ein geringerer CO2-Fussabdruck entsteht“, sagt Fabio Dinale, VP Business Development bei HZI. „Moderne EfW-Anlagen wie die, die in Skelton Grange gebaut wird, leisten dazu einen wichtigen Beitrag.“

Eigene Technologien auf dem neuesten Stand der Technik

Das neue Infrastrukturprojekt kommt auf dem Areal der früheren Skelton Grange Elektrizitätswerke zu stehen, die 1983 bzw. 1994 ausser Betrieb gesetzt wurden. Die neue Anlage verfügt über zwei Abfallverbrennungslinien, die mit HZIs eigener EfW-Technologie ausgestattet werden. Dazu gehört neben dem HZI-Vorschubrost auch XeroSorp®, das Trockenreinigungsverfahren, ebenfalls aus dem Hause HZI. Die mehrstufige Abgasbehandlung ist auf dem neuesten Stand der Technik, erfüllt die strikten Vorgaben der geltenden Emissionsrichtlinien und wird den hohen Ansprüchen an eine moderne EfW-Anlage vollumfänglich gerecht.

Vertrauter Markt, vertrauter Partner

Mit Vertragsunterzeichnung am 07. Juli 2021 beginnen für HZI die Arbeiten am mittlerweile 14. Projekt im Vereinigten Königreich. Fabio Dinale unterstreicht die Relevanz des neuesten Projekts für HZI: „UK ist nach wie vor ein wichtiger Markt für HZI und wir sind stolz, dieses Projekt für enfinium Skelton Grange Limited zu bauen und sie dabei zu unterstützen, das britische Abfallmanagement wieder einen Schritt vorwärts zu bringen.“

„HZI und enfinium können auf eine langjährige Zusammenarbeit zurückblicken. Zuletzt haben sie mit Ferrybridge 1 und Ferrybridge 2 zwei der effizientesten und zuverlässigsten Energy-from-Waste-Anlagen in Grossbritannien geliefert. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit HZI bei der Lieferung dieser wichtigen Anlage für die Abfallinfrastruktur, mit der wir unsere Mission, grüne Gemeinden und die Kreislaufwirtschaft mit Energie zu versorgen, weiter erfüllen werden. Die Erfahrungen und Synergien mit Ferrybridge 1 und 2 haben uns in eine sehr gute Position gebracht, um Skelton Grange zu optimieren, und wir werden sicherstellen, dass wir erfolgreich eine äusserst zuverlässige und effiziente Anlage pünktlich und innerhalb des Budgets liefern”, sagt Julia Watsford, Chief Executive Officer bei enfinium.

Die ersten Arbeiten auf der Baustelle starten im Juli 2021. Vollinbetriebnahme der Anlage ist für 2025 geplant.

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Download Bildmaterial: Rendering Credits: Weedon Architects, Birmingham. www.weedonarchitects.co.uk