Hitachi Zosen Inova (HZI) hat zwei weitere Verträge zum Bau von Biogasprojekten in der französischen Region Île-de-France unterzeichnet. Sie umfassen je eine Gärstrecke mit Nassvergärung sowie eine Membrananlage zur Biomethanerzeugung. Eine der Anlagen wird mit dem neuen Design realisiert, das HZI für Biogasanlagen mit 500 Nm³/h Rohgaserzeugung entwickelt hat.

Den Auftakt macht das Projekt in Vinantes, rund 20 km östlich vom Flughafen Paris Charles de Gaulle. Dabei findet erstmals das neue, kompaktere Biogasanlagen-Design für die Erzeugung von 500 Nm³/h Rohgas Anwendung: Es besteht aus einem Fermenter und einem Nachgärer mit je 26 m Behälterdurchmesser. Bisher wurden Anlagen mit Ø-23m-Behältern sowie einem Ø-30m-Gärrestelager realisiert. HZI hatte das 500er-Design optimiert und die Gärstrecke reduziert, um den Anlagenbau auch bei begrenzter Grundfläche zu ermöglichen, wie dies beispielsweise bei Landwirtschaftsbetrieben am Rand von Ballungsräumen der Fall sein kann. Auch verfügen nicht alle Betriebe über Ackerflächen, um ausreichend Substrat für die 3-Behälter-Anlagen zu generieren. Das Kompaktdesign ist zudem eine wirtschaftliche Alternative für Kunden, die keine spätere Produktionserhöhung planen. Investitions- und Betriebskosten sind geringer als bei den grösser dimensionierten Anlagen – bei gleicher Performance. Mit dieser 2-Behälter-Ausführung hat HZI die Grundlage geschaffen, um sich weitere Kundengruppen zu erschliessen.

In Vinantes erfolgt die Biomethanerzeugung mit der bewährten Membrantechnologie von HZI. Mittels membranbasierter Gasseparation wird das im Biogas enthaltene Kohlendioxid (CO2) vom Methan abgetrennt. „So kann der Kunde jährlich etwa 1,7 Mio. Nm³ Biomethan in das Netz des regionalen Gasversorgers einspeisen“, sagt Jens Becker, Geschäftsführer bei HZI BioMethan. Die Ersteinspeisung ist für Herbst 2021 geplant.

Produktionserhöhung als Option: klassisches Design weiterhin gefragt
Auch das zweite Projekt in Île-de-France, die Anlage in Réau, soll im Herbst nächsten Jahres ans Netz gehen. Der Auftraggeber betreibt bereits eine Biogasanlage mit Biomethanerzeugung in Brie, die er 2015 mit HZI baute. Die Effizienz der Technologie überzeugte, sodass er sich für eine weitere Nassvergärung in klassischer 3-Behälter-Bauweise entschied, die eine spätere Steigerung der Biogasproduktion ermöglicht. Daher ist die Membranaufbereitung zur Biomethanerzeugung mit einer Maximalleistung von 360 Nm³/h ausgelegt.
Mit der zunehmenden Projektverdichtung in dieser Region wird auch das Servicegeschäft von HZI gestärkt, das über die Niederlassung in Troyes abgewickelt wird.

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