Für den Bau der grössten Trockenvergärungsanlage Europas liefert Hitachi Zosen Inova seine Kompogas®-Technologie. Die Anlage vergärt in Zukunft jährlich rund 100‘000 Tonnen Bioabfälle. Von den daraus generierten Gas- und Stromerträgen profitiert die Region rund um Bologna.

Unter der Leitung des italienischen Traditionsunternehmens Cesaro Mac. Import entsteht nördlich von Bologna Europas grösste Trockenvergärungsanlage für Bioabfälle. Als Exklusivpartner von Kompogas® in Italien setzt Cesaro Mac. auf die bewährte Technologie aus dem Hause Hitachi Zosen Inova (HZI). Das gelieferte Kernmodul, bestehend aus Pfropfenstromfermenter, Beschickung, Austrag sowie einem Prozessüberwachungssystem und Servicedienstleistungen, hat sich bei der Zusammenarbeit der beiden Unternehmen schon mehrfach bewährt: „Nachdem wir die Kompogas®-Technologie bereits erfolgreich in den Anlagen Faedo (TN), Novi Ligure (AL) und Nera Montoro (TR) einsetzen, war es keine Frage, dass wir auch in diesem Schlüsselprojekt auf Kompogas® setzen“, sagt Pietro Cesaro, Sales General Manager bei CESARO MAC Import.

Die Anlage wird künftig von HERAmbiente SpA betrieben, dem grössten Abfallverwerter Italiens. Das Unternehmen suchte für das Projekt in Sant’Agata Bolognese nach der effizientesten und wirtschaftlichsten Lösung, um die organische Fraktion der gesammelten Hausabfälle zu behandeln. Die Wahl fiel auf Cesaro Mac. Import und HZIs Kompogas®-Technologie, welche dadurch überzeugten, dass sie sowohl die technischen wie auch die ökonomischen Anforderungen von HERAmbiente Spa sehr präzise erfüllten.

Passgenaue Planung

Auf dem Gelände der bestehenden Kompostieranlage von Nuova Geovis Spa entstehen insgesamt vier PF1800 Stahlfermenter. Für HZI ist die Lieferung für eines der führenden Abfallverwertungsunternehmen Italiens ein neuer Meilenstein. „Dass wir dieses Projekt in Zusammenarbeit mit Cesaro MAC Import realisieren werden, ist für uns ein Vertrauensvotum dafür, dass sich HZI als Lieferant der erstklassigen Kompogas®-Technologie im Markt positioniert hat“, sagt Franz-Josef Mengede, CEO von Hitachi Zosen Inova. Dabei fokussierte man sich in der Planungsphase auch auf die effektivste Bauweise, um die Fermenter innerhalb beschränkter Platzverhältnisse auf dem Gelände ideal zu platzieren. „Gemeinsam ist es uns gelungen, den lokalen Rahmenbedingungen sowie den individuellen Kundenbedürfnissen gerecht zu werden“, unterstreicht Pietro Cesaro die erfolgreiche Zusammenarbeit.

 Mehrwert für die Region

In den vier Kompogas®-Stahlfermentern vergären in Zukunft jährlich 100‘000 Tonnen Bioabfälle (FORSU). Daraus werden Biogas und hochwertiger Kompost gewonnen. 14‘287‘000 Nm3/a Biogas bzw. 71,050 MWh/a werden ins Netz eingespeist. Davon profitieren die umliegenden Gemeinden sowie die öffentlichen Verkehrsbetriebe Bolognas, welche das generierte Biogas voraussichtlich als Treibstoff für ihre Flotte einsetzen werden. Vergleichsweise reichen die produzierten Mengen, um ein Auto 1‘996 Mal um die Erde fahren zu lassen respektive zur Beheizung von rund 5‘000 Haushalten. Daneben sind regionale Landwirtschaftsbetriebe und Gärtnereien Abnehmer der 30‘000 Tonnen des in der presswasserfreien Anlage generierten Komposts.

Im Anschluss an die Baubewilligungen starten die ersten Bauarbeiten auf dem Gelände im Sommer 2016. Baubeginn für das von HZI gelieferte Kernmodul ist im Herbst 2016.

 

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