Wiederverwendung der meisten Materialien

Die thermische Abfallbehandlung erzeugt Reststoffe, die entweder wiederverwendet oder in Deponien abgelagert werden können. Die Hauptkomponenten sind Schlacke und Asche, hauptsächlich bestehend aus nicht verbrennbaren Abfallbestandteilen wie Glas, Mineralien oder Altmetall. Auch aus der Abgasreinigung entstehen Reaktionsprodukte. Das Volumen und die Art der erzeugten Reststoffe hängen hauptsächlich von der Abfallzusammensetzung und dem Prozess ab, der in dem entsprechenden Behandlungskonzept angewendet wird. Mit einem intelligenten Nachbehandlungsverfahren kann häufig ein Grossteil der Materialien wiederverwendet werden.


InovaRe  l Flugasche-Waschverfahren  l  Abwasseraufbereitung


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InovaRe

InovaRe von HZI – Effiziente Metallrückgewinnung aus Abfall

Maximale Metallrückgewinnung mit hohen Reinheitsstandards, weniger Bedarf an Deponien und eine reduzierte Belastung für die Umwelt: InovaRe von HZI ermöglicht die Rückgewinnung wertvoller Metalle wie Kupfer, Silber, Palladium und sogar Gold aus Abfall.

An die thermische Behandlung in der Brennkammer schliesst ein Trockenaustrag von Schlacke an, der im nächsten Schritt bearbeitet wird. Dies ermöglicht die Rückgewinnung von Metallen wie Eisen, Aluminium, Kupfer, Gold, Silber und Palladium – bei gleichzeitiger Maximierung der Energieeffizienz ohne zusätzliche Emissionen. Der hohe Reinheitsgrad, der durch dieses Verfahren erreicht wird, bedeutet, dass ein grosses Volumen an wertvollen Materialien rückgewonnen werden kann und damit eine Quelle für langfristige Erträge geschaffen wird. InovaRe trägt ausserdem massgeblich zur Ressourcenschonung und zum Umweltschutz bei.

Besuchen Sie ZAR, das Zentrum für nachhaltige Abfall- und Ressourcennutzung unter www.zar-ch.ch.

Dokumente

pdf  InovaRe (1.5 MB)


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Flugasche-Waschverfahren

Stabilisierung und Produktrückgewinnung

Wenn Flugasche getrennt von Schlacke und Abwasseraufbereitungs-Reststoffen gesammelt wird, gibt es zwei unterschiedliche Methoden, mit denen Schadstoffe aus der Flugasche entfernt oder immobilisiert werden können:

  • Die saure Flugaschenwäsche mit einer Säurewäscher-Abschlämmung entfernt Schwermetalle in recyclebarer Form und erzeugt eine Flugasche, die mit der Schlacke entsorgt werden kann.
  • Mittels neutraler Wäsche mit anschliessender Verfestigung durch Hinzufügen von Bindemitteln kann die Flugasche zu einer laugenbeständigen Masse aufbereitet werden.

Saure Flugaschenwäsche

Dieses Verfahren ist eine ideale Kombination aus zwei Abgasreinigungs-Reststoffen: Bei der sauren Flugaschenwäsche wird eine Säurewäscher-Abschlämmung genutzt, um die Schwermetalle aus der Flugasche zu waschen. Die Schwermetalle können bei der Abwasseraufbereitung rückgewonnen und recycelt werden.

Neutrale Flugaschenwäsche

Das Ziel dieses Verfahrens ist es, Flugasche in eine stabile, laugenbeständige Masse umzuwandeln. Neutrale, leicht lösliche Salze werden in einer Kaskade von Rührbehältern entnommen. Durch die Steuerung des pH-Wertes in einem leicht alkalischen Bereich werden lösliche Schwermetalle abgeschieden. Waschflüssigkeit wird durch Filtration von den Feststoffen getrennt und bei der Abwasseraufbereitung gereinigt. Die entwässerten Feststoffe werden mit hydraulischen Bindemitteln gemischt, um für die Deponierung eine feste, stabile und laugenbeständige Masse zu bilden.

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Abwasseraufbereitung

Abscheidung und Recycling von Schadstoffen

Der Abwasseraufbereitungsprozess neutralisiert die Abschlämmung aus der Nasswäsche der Abgase oder aus dem Flugasche-Waschverfahren und entfernt Schadstoffe wie z. B. Schwermetalle, Ammoniak oder persistente organische Schadstoffe. Abhängig von der Anlagenkonfiguration können einige Schadstoffe wie Quecksilber oder Zink für das Recycling zurückgewonnen werden. Die einzigen verbleibenden Komponenten im aufbereiteten Abwasser sind natürlich vorkommende Salze wie Sodium sowie Kalziumchloride und Sulfate.

Einstellung des pH-Wertes

Oftmals wird Kalkmilch verwendet, um das Abwasser des Säurewäschers zu neutralisieren. In einem ersten Schritt wird der pH-Wert gesteuert, um gelöste Schwermetalle in weniger lösliche Komplexe umzuwandeln. Eine eingeleitete Flockung verbessert den Niederschlag von Feinstaub, Gips und Metallkomplexen, wodurch die Trennung in einem Sedimentationstank oder einem Filter ermöglicht wird. Anschliessend wird der pH-Wert an den neutralen Bereich angepasst und eine zweite Reinigung mit spezifischen Ionentauschern und Aktivkohlebetten durchgeführt. Nach einer finalen Qualitätskontrolle wird das gereinigte Abwasser abgeleitet. Der entstandene Schlamm wird in einer Filtrationsanlage für die finale Entsorgung entwässert.

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