Hitachi Zosen Inova (HZI) hat den Auftrag zum Bau einer neuen Anlage für Energie aus Abfällen auf dem Slough Trading Estate in der Nähe von London, England, erhalten. Die Anlage, ein Projekt, das vom Energiekonzern SSE Thermal und Copenhagen Infrastructure Partners (CIP) entwickelt wurde, wird aus verarbeiteten Abfällen rund 46 MW Strom pro Jahr erzeugen. Die Anlage in Slough ist das dritte Projekt, bei dem beide Unternehmen zusammenarbeiten.

Ein Joint Venture, bestehend aus dem britischen Energie-Konzern SSE Thermal und Copenhagen Infrastructure III K / S, ein von Copenhagen Infrastructure Partners (CIP) verwalteter Fonds, hat das Schweizer Cleantech-Unternehmen Hitachi Zosen Inova (HZI) mit dem Bau der neuen Energie-from-Waste-Anlage (EfW) im englischen Slough, im Westen des Londoner Flughafens Heathrow, beauftragt. Nach Ferrybridge Multifuel 1 und 2 ist die Anlage in Slough bereits das dritte gemeinsame Projekt und für HZI das insgesamt 13. im Vereinigten Königreich.

Stephen Wheeler, Geschäftsführer von SSE Thermal, sagte: «Wir freuen uns sehr, wieder mit HZI zusammenzuarbeiten, um ein weiteres branchenführendes EfW-Projekt zu realisieren. Nach seiner Fertigstellung wird Slough Multifuel eine Schlüsselrolle in Grossbritanniens nachhaltiger Abfallwirtschaft spielen, indem tausende Tonnen Abfall von Mülldeponien weggeleitet und stattdessen in eine wertvolle Energiequelle umgewandelt werden.»

Weiter unterstrich er die gute Zusammenarbeit in den vergangenen Projekten: «Während des Baus der Projekte Ferrybridge Multifuel 1 und 2 in West Yorkshire, arbeiteten SSE Thermal und HZI eng zusammen und stellten so die sichere und zuverlässige Realisierung der beiden Projekte sicher. Wir freuen uns sehr, wieder mit HZI zusammenarbeiten zu können, um eine weitere EfW-Anlage in Grossbritannien zu bauen.»

Installationen weitergedacht
In zwei Linien werden künftig rund 440’000 t/a gemischte Siedlungs- und Gewerbeabfälle aus dem Grossraum London verarbeitet. Der Prozess generiert rund 46 MW elektrische Energie, die zur Versorgung der Bevölkerung ins nationale Stromnetz eingespeist werden. Zudem wird die Anlage pro Stunde ca. 23 Tonnen Prozessdampf an eine nahegelegene Nahrungsmittelfabrik exportieren.

Die neue EfW-Anlage wird auf dem Gelände von SSE Thermals «Slough Trading Estate» errichtet, wo Teile eines ehemaligen Kraftwerks im letzten Jahr stillgelegt und abgerissen wurden. Ein Relikt der ehemaligen Anlage, das erhalten blieb, ist der Kühlturm, der ebenfalls in die neue Anlage integriert wird.

Die vorgelagerten Arbeiten am Standort sollen bis Ende 2020 abgeschlossen sein, die ersten Bauarbeiten am Standort sind für 2021 geplant. Die Anlage wird voraussichtlich 2024 in Betrieb gehen.

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