Die schwedische Recycling Firma Ragn-Sells und das Schweizer Cleantech Unternehmen Hitachi Zosen Inova bauen im schwedischen Högbytorp eine Anlage zur Behandlung von Reststoffen aus Rauchgasreinigungen. Der Prozess erlaubt es, aus dem Abfallprodukt Salze zu extrahieren, die anschliessend Wiederverwertung bei industriellen und chemischen Prozessen finden.

Auf dem Areal des schwedischen Recycling- und Deponie-Betreibers Ragn-Sells in Högbytorp entsteht eine Anlage zur Behandlung von Rauchgasreinigungsrückständen, in der zukünftig Reststoffe aus unterschiedlichen industriellen Prozessen gesammelt und gewaschen werden, um daraus eine Reihe unterschiedlicher Salze zu extrahieren. Der Kunde, Ragn-Sells Treatment & Detox AB, hat das Schweizer Cleantech-Unternehmen Hitachi Zosen Inova (HZI) nach einer gemeinsamen Projektenwicklungsphase mit der Lieferung und der Integration der gesamten Prozesstechnologie beauftragt.

„HZI ist ein bekannter Name im Bereich Anlagenbau und verfügt über langjährige Prozesserfahrung. Das war für uns ausschlaggebend für die Wahl unseres Partners in diesem Projekt“, sagt Ulrik Améen, Projektleiter bei Ragn-Sells.

Kreislaufwirtschaft nachhaltig umgesetzt
Mit Fokus auf eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft wird die Anlage nach Inbetriebnahme Wertstoffe wie beispielsweise Kaliumchlorid, Natriumchlorid und Calciumchlorid sowie Ammoniumsulfat und verschiedene Salze aus dem Reststoff extrahieren. Diese können dann für industrielle oder chemische Zwecke weiterverwendet werden.

Für HZI bedeutet dieses Projekt die Rückkehr auf bekanntes Terrain, hat das Unternehmen in der Vergangenheit doch schon erfolgreich diverse Flugaschewäschen erfolgreich für Abfallverwertungsanlagen entwickelt und installiert. „Im Hinblick auf die diversen Gesetzgebungen zur Behandlung und Lagerung von Flugasche und Reststoffen in verschiedenen europäischen Ländern präsentiert sich die Anlage von Ragn-Sells als zukunftsweisend“, stellt Ruedi Frey, Senior Engineer bei HZI, fest. „Wir sind stolz, mit unserem Knowhow und unserer Erfahrung einen Beitrag zu diesem prestigeträchtigen Projekt leisten zu dürfen.“

Der zuständige Service Manager bei HZI, Stefan Forsberg ergänzt: „Das Besondere an diesem Projekt ist, dass wir zum ersten Mal die bewährte Filter- und Flugaschenwäsche mit Solereinigung und Salzrückgewinnung kombinieren.“

Die durch den Waschprozess erzeugte Lösung wird dann in einem Destillationsprozess verdampft, wobei die kristallisierten Salze abgetrennt werden. Danach wird der gereinigte Rückstand entwässert und als Ausgangsmaterial für neue Produktionsprozesse verwendet.

Die Bauarbeiten für den Gebäudetrakt beginnen im Herbst 2020. Die Montage der Prozesstechnologie erfolgt dann im Januar 2021.

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