Nach drei Jahren Bauzeit wurde am 19. Dezember die Inbetriebnahmephase der Ferrybridge Multifuel 2 Abfall-aus-Energie-Anlage erfolgreich abgeschlossen und die Anlage konnte dem Kunden übergeben werden. Multifuel Energy Ltd (MEL), ein Joint Venture zwischen SSE und Wheelabrator Technologies Inc. nahm damit den kommerziellen Betrieb auf.

Am 18. Dezember ist in West Yorkshire (GB) die neue Anlage für Energie-aus-Abfall, Ferrybridge Multifuel 2 (FM2), in Betrieb gegangen. FM2 befindet sich unmittelbar neben ihrer Schwesteranlage FM1 und ist in der Lage, jährlich bis zu 675’000 Tonnen Ersatzbrennstoffe aus verschiedenen Quellen wie Hausmüll, Gewerbe- und Industrieabfällen sowie Altholz zu verwerten. Damit produziert die Anlage genügend Energie für den Bedarf von rund 180’000 Haushalten.

Vereinte Kräfte für mehr Energieeffizienz
Hitachi Zosen Inova (HZI) hat die neue FM2-Anlage nach dem Vorbild ihrer Schwesteranlage FM1 geplant und gebaut. FM1 ist ebenfalls von HZI und bereits seit 2015 in kommerziellem Betrieb. Mit einer bemerkenswerten Kesselleistung von 117 MWthermisch erreicht FM2 die gleiche hervorragende Leistung wie FM1. Diese Leistung war eine wesentliche Voraussetzung für den Bau der zweiten Anlage.

Matthew Knight, Projektleiter bei MEL, sagt: „Wir sind stolz darauf, bei FM2 den kommerziellen Betrieb erreicht zu haben. Das ist der Höhepunkt der dreijährigen harten Arbeit des Projektteams. FM2 ist heute eine der effizientesten Energieerzeugungsanlagen im Vereinigten Königreich. Sie versorgt Haushalte und Betriebe mit Strom und trägt dazu bei, dass jedes Jahr Tausende von Tonnen Abfall nicht auf Deponien landen. Nach der erfolgreichen Fertigstellung von FM1 im Jahr 2015 hat es uns sehr gefreut, HZI wieder als EPC-Partner an Bord zu haben. Das Team hat hervorragende Arbeit geleistet und das Projekt vorzeitig und vor allem sicher abgeschlossen.“

Komplexe Projekte erfordern ein starkes Team
Während der dreijährigen Bauphase vom FM2 wurden rund 300 dauerhafte Arbeitsplätze geschaffen, an denen eine beträchtliche Anzahl lokaler Unternehmen beteiligt war. 6’750 Tonnen Stahlkonstruktion sind in der Anlage verbaut und in Spitzenzeiten arbeiteten mehr als 900 Personen auf der Baustelle. „Auch nach Jahren im Geschäft ist es immer noch faszinierend zu sehen, wie komplexe Grossprojekte wie FM2 stetig vorankommen, bis wir dem Kunden schliesslich eine betriebsbereite Anlage übergeben können“, sagt Harry Becker, Projektleiter bei HZI. Ab dem 19. Dezember wird das 43-köpfige Team von Multifuel Energy Ltd. den Betrieb von FM2 übernehmen und damit die zweijährige Garantiezeit einleiten.

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