Hitachi Zosen Inova BioMethan GmbH (HZI BioMethan) hat den Auftrag für den Bau einer weiteren Anlage zur Biogas- und Biomethanerzeugung in Frankreich gewonnen. Die Anlage wird massgeschneidert auf die Bedürfnisse des Kunden konzipiert und ist das erste von acht Projekten, das HZI BioMethan im kommenden Jahr mit Projektentwickler Artaim Conseil umsetzt.

Das Projekt Herpy-l’Arlésienne in Nordfrankreich, rund 30 km nordöstlich der Stadt Reims, ist das erste von acht, die bis 2020 in Kooperation mit dem französischen Projektentwickler Artaim Conseil aus Montpothier entstehen. HZI BioMethan realisiert die Anlage mit einem Auftragsvolumen von 3,42 Millionen Euro als Generalunternehmer. Der Anlagenbauvertrag umfasst eine Gärstrecke mit drei Behältern zur Biogaserzeugung aus Nassvergärung sowie eine Membranaufbereitungsanlage zur Biomethanerzeugung.
Der Auftraggeber verwertet darin künftig nachwachsende Roh- und Agrarreststoffe seines Agrarbetriebs und generiert daraus bis zu 300 Nm³/h Bioerdgas. Dieses wird ab Sommer 2020 in das Gasversorgungsnetz des Betreibers GRTgaz eingespeist.

Neuste Technologie maximiert Ressourcennutzung
Mit speziellen Anlagenmerkmalen entspricht HZI BioMethan präzisen Kundenanforderungen. In der Region wird viel Maisstroh produziert, das der Betreiber der Anlage in Herpy-l’Arlésienne zur Energieproduktion nutzen will. Aus diesem Grund kommt im Bereich des Feststoffeintrags erstmals ein Disruptor zum Einsatz. Diese Schneideeinrichtung zerkleinert faserige Rohstoffe und strukturreiche Biomasse, die andernfalls die Rührwerke innerhalb des Behälters beeinträchtigen und zu unerwünschten Sinkschichten führen könnten. Der Disruptor lässt sich im Feststoffeintrag mit geringem Aufwand nachrüsten und kann daher auch in Bestandsanlagen eingesetzt werden. Durch den vergleichsweise hohen Anteil an Trockensubstanz (TS) hat HZI BioMethan für Herpy-l’Arlésienne den Verlauf der Rohrleitungen neu konzipiert und einen Separator innerhalb der Gärstrecke eingebunden. Diese Komponente trennt üblicherweise die Gärreste in Flüssig- und Festphase für die Nutzung als Flüssigdünger bzw. als Streumist. Im neuen Projekt hingegen wird die Flüssigphase dem Fermenter zugeführt, um den erhöhten TS-Gehalt auszugleichen. Das optimiert die Prozessbiologie und begünstigt die Effizienz der Mikroorganismen.

Eingespieltes Team für Biogasprojekte
Mit Artaim Conseil und HZI BioMethan setzt der Kunde auf bewährte Partner. Der französische Projektentwickler und der deutsche Spezialist für Gasaufbereitungstechnik haben in den letzten acht Jahren der Zusammenarbeit bereits 15 Anlagen gemeinsam projektiert, errichtet und in Betrieb genommen. Sechs weitere sind aktuell in Ausführung. Nach Auftragserteilung im April beginnt nun die Planung und das Basic-Engineering der Anlage.

Download Medienmitteilung
Download Bildmaterial