Hitachi Zosen Inova baut in der schwedischen Stadt Jönköping eine neue Kompo-gas® Trockenvergärungsanlage. Das Unternehmen ist gleichzeitig auch für die ge-samte Projektfinanzierung und -entwicklung sowie das Anlagendesign verantwortlich und wird die Einrichtung nach Fertigstellung auch selber betreiben. Durch die Pro-duktion von Biotreibstoff für CO2-freie Mobilität, leistet die Installation einen wichti-gen Beitrag zur Dekarbonisierung des Landes.

Mit der Auftragserteilung für den Bau der neuen Kompogas® Trockenvergärungsanlage in Jönköping am 1. März ist der Startschuss für ein Projekt gefallen, das massgeblich zu Schwedens Nachhaltigkeitsstrategie beitragen wird. Im Rahmen dieser Strategie plant das Land bis 2045 den Status der CO2-Neutralität zu erreichen. Ein wichtiger Aspekt in diesem Vorhaben ist die Umstellung des Betriebs des öffentlichen Transports: weg von fossilen Kraftstoffen hin zu grünem Treibstoff. Einen wichtigen Beitrag dazu leistet auch die Stadt Jönköping mit der Implementierung verschiedener Massnahmen für das Recycling organi-scher Abfällen und die Produktion alternativer Treibstoffe wie komprimiertes Erdgas (CNG) oder verflüssigtes Biogas (LBG).

Mehrwert aus Abfall generiert
Eine dieser Massnahmen ist der Bau und der Betrieb einer neuen Kompogas® Anaerobic Digestion (AD) Anlage durch das Schweizer Cleantech Unternehmen Hitachi Zosen Inova (HZI). In den beiden Stahlfermentern, die auf dem Areal der ehemaligen Abfalldeponie ent-stehen, werden in Zukunft jährlich bis zu 40‘000 Tonnen Grün-, Küchen- und Essensabfälle sowie organische Substrate aus Industrie und Gewerbe verarbeitet und zu Biogas und hochwertigem Kompost und Flüssigdünger aufbereitet. Letztere kommen in der regionalen Landwirtschaft zur Bodendüngung zur Anwendung.

Gleichzeitig werden die jährlich produzierten 35 GWh Biogas in der Gas-Upgrading-Anlage, ebenfalls aus dem Hause HZI, zu hochwertigem Biomethan aufbereitet und als Bio-CNG an lokale Busgesellschaften und Transportbetriebe verkauft. Neben der Verarbeitung der orga-nischen Abfälle findet auch das Deponiegas, welches aus den Rückständen der ehemaligen Deponie gewonnen wird und welches ansonsten abgefackelt würde, zur Beheizung der bei-den Fermenter Wiederverwendung. „Das Projekt in Jönköping ist ein hervorragendes Bei-spiel dafür, wie hoch entwickelt unsere Technologie mittlerweile ist. Mit der Verarbeitung von lokalen organischen Abfällen zu Biotreibstoff, Kompost und Flüssigdünger sowie der Nutzung des Deponiegases, statuiert diese Anlage ein Exempel für gelebte Effizienz und Kreis-laufwirtschaft“, sagt Lukas Heer, Senior Project Development Manager bei HZI.

Baubeginn im Frühling
Der Projektstart erfolgte am 1. März. In einer ersten Phase werden nun Design und Engineering finalisiert bevor im Spätfrühling die Bauarbeiten auf dem Grundstück im Süden der Stadt beginnen. Die Inbetriebnahme der Anlage erfolgt in der zweiten Hälfte 2020 mit einer vollen Leistungsfähigkeit Ende des gleichen Jahres.

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