Hitachi Zosen Inova erhält Auftrag für die Lieferung einer Kompogas®-Anlage in der Stadt Nanjing

Dank eines weiteren Projekts, dem Bau von zwei Kompogas®-Fermentern für eine Biogas-Anlage in Nanjing, festigt Hitachi Zosen Inova seine Position als führende Lieferantin für Anaerobe Trockenvergärungstechnologien in China.

Mit der Vertragsunterzeichnung über die Lieferung von zwei PF1800 Kompogas®-Stahlfermentern an den Kunden German Bio Energy Technology (GBE) für das Biogasanlage-Projekt in der chinesischen Stadt Nanjing holt sich das Schweizer Cleantech-Unternehmen Hitachi Zosen Inova (HZI), nach Chongqing, bereits das zweite derartige Projekt in einem Markt, der für westliche Unternehmen neben grossem Potenzial auch diverse Herausforderungen bietet.

Weltweit setzen immer mehr Länder auf ein nachhaltiges  Abfallmanagement und den Einsatz von Technologie für erneuerbare Energie. Dabei stellt China den grössten Markt für erstklassige Umwelttechnik dar. „Mit der Realisierung unseres zweiten Kompogas-Projekts in China stärken wir die Stellung als führende Lieferantin für die Technologie, um aus organischen Abfällen Biogas zu erzeugen – eine Position, die wir mit unserer thermischen Abfallverwertungstechnologie schon länger inne haben“, unterstreicht Andres Kronenberg, Chief Business Development bei Hitachi Zosen Inova, die Relevanz dieses Projekts für HZI.

Trend zu vermehrter energetischer Verwertung von Organik

Wie viele Grossstädte in China kämpft auch die Stadt Nanjing, welche rund 300 km flussaufwärts von Shanghai entfernt liegt, mit immer grösser werdenden Abfallmengen der stetig wachsenden Stadtbevölkerung. Da Deponien zunehmend voll sind und vermehrt auf Akzeptanzprobleme stossen, sind nachhaltige Technologien zunehmend gefragt. Dazu gehört neben der thermischen Abfallverwertung auch die biologische Vergärung von organischen Abfällen.

Im Bereich organischer Abfälle wird dieser Trend durch neue Gesetzgebungen gestützt, welche zunehmend das Recycling und die energetische Verwertung von Restaurant- und Küchenabfällen aus Haushalten vorschreiben. In diesem Zusammenhang plant die Stadt Nanjing den Bau und Betrieb eines neuen Abfall-Parks, in welchem mitunter organische Abfälle aus Haushalten sortiert und in der von HZI in Partnerschaft mit GBE zu liefernden Kompogas®-Anlage zu Biogas verwertet werden. Die beiden Kompogas-Fermenter werden um die 55‘000 Jahrestonnen an Organik verarbeiten und jährlich ca. 7.5 Millionen Nm3 Biogas produzieren, welches anschliessend verstromt wird. Nach der Entwässerung des Digestats wird die flüssige Fraktion einer Abwasserreinigungsanlage zugeführt, während der feste Gärrest verbrannt wird und somit zusätzliche Energie produziert.

Bewährte Schweizerische Technologie für die Abfallprobleme Chinesischer Städte

„HZI hat mit der Kompogas-Technologie die besten Voraussetzungen um Chinesische Städte bei der Lösung ihrer grossen Herausforderungen im Umwelt- und Abfallbereich zu unterstützen“ meint Markus Dicke, CEO von German Bio Energy Technology, welcher schon bald 10 Jahre in China lebt. Er fügt hinzu: „Die Technologie ist äusserst robust und flexibel einsetzbar, und bietet damit Gewähr dafür, dass die beiden Referenzprojekte in Chongqing und Nanjing nachhaltig erfolgreich sind und somit auf andere Städte ausstrahlen.“

Die Bauarbeiten beginnen in wenigen Wochen, sodass die  Biogasanlage bereits im Frühling 2019 in Betrieb gehen wird.

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