Im Südosten Londons soll eine neue Energy-from-Waste-Anlage entstehen. Auftraggeber CORY entschied sich für die erneute Zusammenarbeit mit der schweizerischen Technologielieferantin Hitachi Zosen Inova. Die neue Anlage soll die bereits bestehende Riverside Energy Recovery Einrichtung ergänzen und künftig rund 650‘000 t/a Siedlungsabfälle der englischen Hauptstadt verwerten.

Das Schweizer Cleantech-Unternehmen Hitachi Zosen Inova (HZI) und CORY, eine von Grossbritanniens führenden Firmen im Bereich Recycling, Energierückgewinnung und Ressourcenmanagement, unterzeichneten ein Joint Development Agreement. Inhalt der Vereinbarung ist die Zusammenarbeit bei der Entwicklung und Planung sowie dem Bau der zweiten Riverside Energy Recovery Anlage in London. Die beiden Firmen haben bereits bei der Realisierung der ersten Riverside Anlage 2011 erfolgreich zusammengearbeitet. Für HZI ist dies das elfte Projekt in UK.

Nicholas Pollard, CEO von Cory Riverside Energy, zeigt sich zufrieden: “Die Kollaboration mit HZI im ersten Projekt war sehr erfolgreich. Die Anlage ist nicht nur die grösste in Grossbritannien, sondern gilt auch als eine der zuverlässigsten. HZI hat seine Kompetenzen als Technologielieferantin und Generalunternehmerin immer wieder unter Beweis gestellt.“

Energiepark für CO2-neutrale Technologien
Wie bereits die Schwesteranlage würde auch die neue Einrichtung auf dem Belvedere Areal im Südosten Londons zu stehen kommen. Gemäss Bebauungsplan ist ein Baubeginn für 2021 angestrebt. Beide Anlagen sind Bestandteil eines lokalen Energieparks, der 2024 in Betrieb gehen soll. Die neue Anlage kann jährlich rund 650‘000 Tonnen Siedlungsabfälle verwerten und daraus Elektrizität und Wärme für die Versorgung von rund 140‘000 Londoner Haushalten generieren.

„Wir teilen Corys Vision dieser Anlage, die massgeblich dazu beiträgt, noch mehr von Londons Abfällen nachhaltig zu verwerten und die fossilfreie Energieversorgung von Englands Hauptstadt zu erhöhen“, sagt HZI CEO Bruno-Frédéric Baudouin. „Nach der produktiven Zusammenarbeit im ersten Projekt freuen wir uns auf die erneute Kooperation mit CORY, um den Erfolg der ersten Riverside-Anlage zu wiederholen.“

Neben der Energieproduktion ist es auch die Einsparung von CO2, die für das Projekt spricht. Die Abfallanlieferung per Boot über die Themse macht pro Jahr über 80‘000 Lastwagenfahrten hinfällig. Das führt zu einer CO2-Reduktion von ca. 200 kg pro Tonne Abfall oder 120‘000 Tonnen pro Jahr. Dies steht in Einklang mit Londons „Mayor Plan“ und wirkt sich äusserst positiv auf den CO2-Fussabdruck der Metropole aus.

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