Schweizer Technologieunternehmen realisiert Europas grösste EfW-Anlage, die jemals von einem einzelnen
Generalunternehmer gebaut wurde

Dank des erfolgreichen Abschlusses der ersten Energie-aus-Abfall-Anlage (EfW) in Ferrybridge (UK) hat das Schweizer Clean-Tech-Unternehmen Hitachi Zosen Inova den Auftrag zum Bau der zweiten Anlage zugesprochen erhalten. Dieses neunte Projekt der Firma in den UK wird zu einem neuen Meilenstein. Mit ihren gesamthaft vier Linien zählt die Anlage zu den grössten und energieeffizientesten Europas.

Nach der 2015 erfolgreich abgeschlossenen Errichtung von Ferrybridge Multifuel 1 (FM1) wurde nun dem Bau von Ferrybridge Multifuel 2 (FM2) ebenfalls grünes Licht erteilt. Der Zuspruch für Engineering, Beschaffung und Bau ging an das schweizerische Unternehmen Hitachi Zosen Inova AG (HZI), welches bereits für FM1 als Generalunternehmen agierte. Der Vertrag zwischen HZI und dem Kunden SSE plc trat am 30. Juni 2016 in Kraft. „HZI erwies sich in der Realisierung von FM1 als äusserst konstruktiver und zuverlässiger Partner. Entsprechend setzen wir vollstes Vertrauen in diese erneute Zusammenarbeit. Zudem erwarten wir, wie schon bei FM1, dass eine Vielzahl neuer Arbeitsplätze geschaffen wird – sei dies in direktem oder indirektem Zusammenhang mit dem Projekt“, sagt Charlie Cryans, Head of Construction für SSE UK und Irland.

Mit einer beachtlichen Kesselkapazität von 117,4MWthermal erreicht FM2 die gleichen überdurchschnittlichen Effizienzwerte wie die grosse Schwester.

Höchste Effizienz als Vorgabe

FM2 wird in Zukunft jährlich rund 570’000 Tonnen Haushalts- und Gewerbeabfälle thermisch verwerten und damit den Energiebedarf von zirka 170’000 Haushalten abdecken. Mit einer Energieeffizienz von 31% steht die Anlage ihrer grossen Schwester in nichts nach und zählt zu den Top-Anlagen Europas. Die Erreichung dieser Werte war unter anderem Vorgabe für HZI, um das Projekt gewinnen zu können. Franz-Josef Mengede, CEO von HZI, betont: „Wir sind stolz darauf, dass sich SSE plc erneut für uns entschieden hat. Das zeugt von Vertrauen – nicht nur in unsere Technologie, sondern auch in die Kompetenz, unsere schlüsselfertigen Anlagen termingerecht und auf qualitativ höchstem Level zu liefern.“

Regionale Wirtschaft profitiert

Neben der Energiegewinnung schafft das Projekt auch einen wirtschaftlichen Mehrwert. Nicht zuletzt deswegen ist die Akzeptanz in der Bevölkerung ausserordentlich hoch. Wie bereits beim Bau von FM1 wird auch bei FM2 das regionale Gewerbe profitieren. «Gemeinsam leisten wir damit einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen und grünen Wirtschaft», unterstreicht Franz-Josef Mengede.

Die Investmentsumme für dieses Grossprojekt beläuft sich auf über CHF 360 Mio. Beginn der Bauarbeiten ist voraussichtlich im Juli 2016 und das erste Abfallfeuer wird für 2018 erwartet.


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